2 Jahre ist der Skikurs nun her und seitdem hab ich die Bretter, die den Berg bedeuten nicht mehr betreten. Nun war es endlich wieder soweit.
1 Woche Jugendreise nach Janske Lazne (Johannisbad), ein Kurort im (noch) tschechischen Riesengebirge. Aber ihr rattiges Verhalten hat uns einfach provoziert uns unser Spagetendeutschland dann doch bald wieder zu holen.
Am 5ten Januar ging es los, 7:30 am Ostbahnhof. Mit dabei waren Maria, Robert, André, Simon, Rike (aka RechtsIntolerante KampfEinheit), Susu, Basti und meine Wenigkeit. Leider hatte Basti ja zu Sylvester ein Date mit diversen Prolls, die ihm als Geschenk ein Wadenbeinbruch brachten. Doch dieser Krüppelbonus brachte uns und ihm eine paar Vorteile, aber dazu später mehr.
Angekommen sind wir als es Abendbrot gab. Wir haben dann gleich mal den Dicken raushängen lassen und uns das Privileg des Nachtskifahrens rausgenommen. Es wäre halt in den Augen aller ein verschenkter Tag gewesen. Also, scheiß auf Abendbrot, ab zum Protez (4er Sessellift) und dann erstma 2-3 Stunden die Pisten runter. Auf Empfehlung unseres einen Teamers Uwe gabs dann im Black Hill/Hell/Hole Pizza. „Was haben sie für Pizza?“ – „Eine“
Dem entsprechend gab es also am ersten Abend Mikrowellenpizza J
Am ersten richtigen Tag haben wir dann die Pisten am Tage betrachten können, Ich hatte die große Befürchtung es gäbe keinen Schnee, denn wir waren auf einer Höhe von 600 – 1300 Meter. Ich war überrascht, denn die ersten Tage gab es sogar noch Neuschnee, ideal um mit André mal den Powder zu testen. Es ist kein wirklich großes Skigebiet, aber es hat augereicht um sich auch dieses Mal wieder zu verbessern. 2 standen zum ersten mal auf einem Board. Ich war wirklich beeindruckt und spreche immer noch meinen großen Respekt gegenüber Simon und Robert aus, denn sie haben bis zum Ende mit vollem Elan geübt und haben ein sehr sehr ansehnliches Ergebnis abgeliefert.
Das erste Abendbrot im Hotel lies in mir ein alt bekanntes Gefühl aufkommen. Es gab eigentlich jeden Tag rattiges Essen wie Klops, Schweinenbraten, Schweinendings, Schweinekeule, egal was, es war alles Scheiße. Das ganze kam dann immer gepaart mit sehr komischer Bedienung. Sie räumen einfach während man isst ab, also nimm NIE deinen Blick vom Teller, er ist sofort vom Dauergrinse-Kellner abgeräumt.
Maria hat schnell eine Freundin gefunden. Sie hatte sich einfach eine Flasche aus dem Kühlschrank genommen, die sie bezahlen wollte. Damit war ihr Schicksal besiegelt. Täglicher Bitchfight zwischen ihr und der Bier-Churva trug sehr zur Belustigung bei. „Dämliche Fette Sau“ against „Shut Up“
Später dann wieder Billard-Hölle, Musik gab es nur aus der Jukebox, 5 Kronen pro Song, wir haben ihn ordentlich gefüttert.
Eigentlich hatte dann jeder Tag das selbe Muster. „Hey, wollen wir die ersten auf der Piste sein?“ – Also wird der Wecker auf 7:30 gestellt. Nach n Paar Flaschen Smash kam dann am nächsten Morgen immer nur ein „NE, geht gar nich“ und es wurde weiter geschlafen. Im Durchschnitt waren wir so zu um 11 auf der Piste. Selten hatten wir das Vergnügen Landschaft zu sehen, denn die Höhe war sehr prädestiniert für Nebel. Zum Mittag haben wir uns immer mit Basti in einem Lift-Restaurant getroffen. Basti kannte schnell die nationalen Radiosender Radio Cerna Hora, Ráááááádio Impuls und Radio Orga auswendig.
Wenn der Abend nicht beim Billard endete, dann halt in der innerörtlichen Polka-Disko Lesanka. Der Laden war perfekt um das Abendbrot zu vergessen, ein Paar Pizzen Mexicana und man war halbwegs wieder fit. Pizza und Musik baten ein witziges Bild, denn Tschechen tanzen zu allem, Hauptsache Trance is drunter, dann kennen sie keine Hemmungen mehr, abstrus und faszinierend zu gleich. Beim ersten Besuch dort habe ich mich nicht getraut zu tanzen. Bis ein Lied kam und wirklich alle der Slawen verschwunden sind. Dann kam ordentlich Black Music … vielleicht war es auch unsere Quoten-„Mama Africa“, die den DJ dazu überredet hat. Sie war definitiv die Tochter von 50Cent, die Ähnlichkeit im Rap war eindeutig.
Ein täglicher Dialog war auch: „Bauen wir heute Kicker?“ – „Ja, nachem Mittag“. Aber das haben wir zum Glück dann irgendwann mal geschafft … und es war eine Super-Idee. Abfahrt war dann erstmal egal, denn nun hieß es Big-Air-Action. 2 unterschiedlich hohe Kicker wurden gebaut und dann gab es eine ziemlich lange Foto-Party mit der Spiegelreflex um auch gute Bilder davon zu bekommen … und die Ergebnisse lassen sich denk ich doch zeigen.
Mit dabei war „Gregor“ (eigentlich Florian, aber er hat uns seinen Namen erst am letzten Abend erzählt)
Wurde es mal zu laut in unserem DDR-Zimmer, dann kam Pseudo-Uwe und drohte uns mit Polizei-Razzia. Zum Glück hat er sich immer entschuldigt für solche Ausrutscher … Man, man, wenn Uwe ma besoffen ist, dann pöbelt der - Wir haben ihm verziehen - Er behandelte uns wie wirs verdient hatten. Alle Priviliegien, die wir wollten, bekamen wir, und minderjährige Frutten und Emos bekamen von ihm nen ordentlichen Einlauf, kann halt manchmal ein bisschen dauern bei denen, bis sie begreifen.
Der andere Teamer Ivar, war dann eher der ruhige von beiden, doch am letzten Abend im Lesanka hat er mit Susu das Wodka-Alphabet gelernt – Wodka-C, Wodka-O usw. … und hätte das Geld gereicht wäre auch noch Wodka-J(ägermeister) gekommen.
Bevor wir aber zur Disko gegangen sind, musste es nochma Nachtski geben. Die 4 besten Pro-Boarder und –Skier haben es nochmals gewagt. Auf der letzten Abfahrt kam dann die beste Aktion der Welt. Auf der Piste die Skihosen aus, Badehosen an und ab runter J
Dumm nur, dass es ein bisschen lange gedauert hat, denn plötzlich ging das Licht aus. Hab mir n bisschen eingekakkt dabei, aber es war dann doch nich so schlimm. Kalt war es auch nicht, komischerweise, und somit sind wir dann in Badehose durch den Ort … so was machen eh nur Pro’s :-P
Und dann war es auch schon wieder vorbei! Schön war, dass wir nochma an unserem Bus-Mongolen vorbei fahren konnten, der uns jeden Tag zur Piste gebracht hatte. Er war echt ein Held, jeden Tag Bus gefahren, egal welcher Tag, egal welche Zeit.
Man ist doch jedes mal wieder froh in die fetteste Stadt der Welt zurückzukehren. Hier gibt es wenigstens Essen, das man „essen“ kann. Aber schon heute morgen fehlt mir die Beschäftigung … ich will sofort wieder auf die Piste. Es hat mir unfassbar viel Spaß gemacht. Ich hoffe euch (also die Janske-Crew) auch und ich würde mich definitiv freuen das ganze zu wiederholen, dann wieder in eines unserer Länder, wo sie sich die Frechheit rausnehmen es nicht als Deutschland zu bezeichnen. Kann ja wohl nicht wahr sein, dass solche Berge und Pisten nicht uns gehören … macht euch auf was gefasst, Blitz-Krieg-Andre und Konsorten werden bald zuschlagen. Auch Uwe will wieder was reinrassiges ….
BTW: Tschechen gehen gerne scheißen ohne Schlüssel auf Klo, zum glück hatte Basti Krücken dabei, einen besseren Schlüssel gibt es gar nicht ^^





1 Kommentare:
super geiler Text! hab vieeeel gelacht! geil!
grüße susu!
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