Dienstag, 1. April 2008
Amsterdam Part #4 … oder die Fortschreitung der e-Funktion
„Fahren wir nach Amsterdam?“ – Marci? Bob? Frank? – fjedn ...
Nun für mich ist es das 4te mal. Langsam kennt man das Stadtzentrum und fühlt sich immer weniger als Tourist.
Diesmal haben wir uns wieder auf BerlinLinienBus eingelassen. Wie immer war ganz Polen im Dolmosch versammelt. Dass es definitiv ein Dolmosch war, machte sich dann nach der Grenze bemerkbar, als wir aus heiterem Himmel den Bus wechseln mussten. Schlafen war darin auch leicht schwer, da Jack Osbourne und seine Ami-Freundinnen müde Ami-Englisch lallten. Kann aber auch daran gelegen haben, dass ich meinen argentinischn Vordermann samt seiner Rückenlehne schon im Brustkorb hatte ... das kann auch der Grund für den Buswechsel gewesen sein – zu luxuriöse Lehnen.
Als ich dann auf den Sitzen lag, wartete ich nur darauf, dass der Lech-Deckel aus der Verankerung knallt und ich mit Pedro und seinem Sitz fusioniere.
Nach 10 Stunden Fahrt waren wir dann um 6 früh am Morgen am Vorziel angekommen – Amsterdam Amstel. Von da aus geht es ca. 20 Minuten Richtung Stadtzentrum, vorbei an der Amstel und den 100ten Hausbooten, die diesmal einen Eindruck bei mir hinterlassen haben (ihr werdet sehen!).
So um 7 rum waren wir vor dem Coffeeshop „Rockcafé“, denn unser Hotel (Boot – dazu später mehr) öffnete erst um 9 und Coffeeshops und Co auch erst in dem Dreh. Nur dieser hatte früher auf, so wie wir uns aus früheren Trips gemerkt hatten ... Amsterdam ist halt fett, er hatte also zu -.-
Nun standen wir da in aller Frühe und hatten ca. 3 Stunden Zeit – Hunger, Durst und Lust auf XXX-Stuff.
Und dann, plötzlich, tauchte auf einem Fahrrad die Kreuzung von Johnny Depp und nem Gipsy auf, er stellte sich als Quinten vor.
Er fragte uns ob wir noch ein Hotel brauchen oder irgendwas anderes. Das andere gabs dann 5 Minuten später, als Quentin mit uns die erste Tüte zu Trip 4 baute. Quentin ist halb Ungare, halb Indonese (wo auch immer), Musiker und Bartender in einem Rockcafe namens „DIEP“.
Dorthin lud er uns ein und es war eines der geilsten Erlebnisse in Amsterdam ever.
9 Duvel (Starkbier), 3 heese Snäkertje und 3 Espresso spendierte der Herr uns. Ich würde gerne die Gestiken nachmachen zum Thema Kaffee machen (ROFL) – kurz gesagt: es war ihm zu anstrengend und deshalb gab es Espresso. Nach 4 Stunden purem Exzess und ein paar Gesangseinlagen zum Thema „Was kennst du für deutsche Musik?“ ging es dann um 11 halb betrunken endlich zum Kutter.
Sonst sind wir immer auf gut Glück hingefahren, und es hat auch immer geklappt, es endete meist im Hotel Neutraal, der Drogenabsteige überhaupt. Also warum nich mal n Boot, sah sehr cool aus und preiswert war es auch.
Nun gut, auf diesem Kutter kann man nur wohnen, wenn man folgende Kriterien erfüllt:
• Man sollte nicht größer als 1,80 sein (ich fand die Betten toll :-)
• Man sollte keine Probleme mit engen Räumen haben. Man hatte ungelogen 2qm zum Laufen, das Zimmer war für 4 Leute eingestellt.
• Man sollte keine Ansprüche auf iwelchen Luxus haben. Licht ist Standard, Strom ist Luxus – musste ich bitter feststellen)
Ich muss sagen, mir hat es da drin sehr gut gefallen, den anderen beiden auch. Wir ham die Hütte ordentlich zugebufft, nur ein kleines Kellerfenster lies Frischluft in die Kajüte. Auch wenn das verboten war, aber durch ein geiles Missverständnis haben wir das „rauchen“ durchgeboxt.
Ansonsten war es fast wie immer Niemand hatte irgendeine Orientierung – anscheinend funktioniert Brain-GPS nach Ak-47 nicht mehr), dafür erweitert sich meine innere Map immer mehr. Dr. Spliff weiß stets wie man von einem Coffeeshop zum nächsten kommt um Sorten wie Icolator, Orange Bud, Elephant oder den Weißen Schlumpf abzugreifen.
Standardmäßig geht es eigentlich immer zum ROOR Shop, zur Sensi Seed Bank und zum Abraxas.
Das Abraxas ist und bleibt der beste Coffeeshop der Welt. Jeder andere CS (pauschal: den ich kenne)ist mehr oder weniger Abfertigung und auch nicht viele sind sehr chillig. Aber Abraxas haut mich jedes mal um. Liegt wohl an FFD-Musik und Trip-Electro und den Tees und natürlich Kuchen, wa, der Junge mit 3 Köpfen? O.o
Seit langem soll ein Abraxas 2 offen sein … nächste Fettigkeit der NLsons – er war im Bau.
Dafür lernten wir den Westen kennen. Sone Art P’berg im Dorfstil, weniger Coffeeshops, dafür günstige Restaurants, Cafés und verrückt Läden halt. Hier wurde der Standard-Italiener mal kurz hintergangen.
Dr. Spliff sagt immer: „Man fährt nur aus 2 Gründen nach Amsterdam: Kiffen oder Einkaufen“. (Rotlicht zähl ich jetzt ma mit zum Einkaufen) Auf der Einkaufsstraße fühlt man sich wie im Windkanal. Dort befinden sich 4 mal H&M, 1000de Schuh- und Klamottenläden, Plattenläden, der ROOR Shop (nimm mehr Geld mit), es ist wie K’damm in klein.
Das Rotlichtmilieu war selbst für mich mal ganz nett anzusehen. Anscheinend schmeißen sie zu Ostern alle Auslaufmodelle raus und neue Ware kommt in die rot illuminierten Kammer te huur (huur ist immer noch das geilste NLwort, autoverhuur^^). Sah also knorke aus so ohne Bimborinas und Omas.
Letzter Tag ist wie immer Übertreibertag, Haben alle noch schön Kuchen gefratzt im Abraxas und dann gings auch schon wieder los in Richtung Berlin. Die Grenze wurde von Frank, den Tüten in seiner Hose und die Thais überschlafen – Hallo Deutschland
Folgende Dinge treten bei jedem XXX-Trip auf:
Erstens: es wird immer eine Liste geführt über Konsum und Sorten der beteiligten Personen. Dies ist eine wichtige Methode zum Beweis der angenommenen e-Funktion. Diese Liste ist nur für A1 bis A4 Mitglieder sowie Personen, die durch solchige zu der zugehörigen Liste bevollmächtigt wurden, einzusehen.
Zweitens: … es ist eher ein Phänomen, was wirklich verrückt ist. Es gibt jedes Mal die Post-Amsterdam-Freak-Erkältung. Die Gründe dafür sind klar. Das Immunsystem bleibt irgendwie zu Hause in Berlin, wenn es heißt ab to triptown. Diesmal kam noch das verrückte Wetter hinzu. Morgens: „Hey, Sonne scheint, lass ma rausgehen, Fotos machen!“ 10 Minuten später draußen an Deck schneit es.
Naja ich konnte zum glück mal mein Tele-Objektiv effektiv nutzen.
Wenn es das nächste Mal wieder hingeht, sind alle Freunde des Grases herzlich eingeladen. Beachtet aber den x/y-Wert der Funktion – es wird nur noch kranker.
Ich möchte ein Eisbär sein ... EISBÄR ... nie weinen
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